Kulinarisches Wien

Diese Woche habe ich Wien zu Fuß erkundet. Wo man frühstücken kann und welches Kaffeehaus schön ist und wo ihr touristengerechtes Schnitzel bekommt, erfahrt ihr hier.


Den Tag beginnen – Frühstück in Wien

Leckeres veganes Frühstück mit Kürbiscreme in der Vollpension

Ausprobiert habe ich in Wien als erstes die Vollpension im 4. Bezirk. Das Generationencafe findet ihr in der Schleifmühlgasse 16. Hier unbedingt vorher einen Tisch reservieren! Das geht auch online. Wenn ihr unter einer laktoseintoleranz leidet (so wie ich) oder euch vegan ernährt: hier gibt es auch Sojamilch, Mandelmilch und ein vollwertiges Frühstück für euch. Hallelujah.

Für Kerndlfresser und Opa pikant Frühstück sowie zwei Melange (Kaffee) bezahlen wir hier knapp 23 Euro.

Reservieren könnt ihr hier. Öffnungszeiten der Vollpension: Di-Sa 9:00 – 22:00 und So: 9:00 – 20:00.

Frühstücken im Breakfast Club

The Breakfast Club ist nur einen Steinwurf von der Vollpension entfernt und in der Schleifmühlgasse 12-14 zu finden. Ich finde den Film grandios (Empfehlung an dieser Stelle), auch das Lokal ist schnuckelig.

Besonders ist hier die Auswahl an Porrige, die ihr auch vegan bekommen könnt. Ich selbst habe das Orientalische Frühstück (eingelegte Feigen – sehr verwirrend) und die Waffeln probiert. Und natürlich Kaffee. Viel Kaffee. Der ist in Wien übrigens außerordentlich gut. Für zwei Frühstücke mit Waffeln und drei Kaffee bezahlen wir hier knapp 33 Euro.

Reservieren kann man hier nicht. Öffnungszeiten: Täglich ab 8 Uhr. Dienstag ist Ruhetag.

 Wie komme ich da hin?

U4 Kettenbrückengasse, Bus 59A bis Schleifmühlgasse

Tipp: Nach einem Frühstück in einer der Lokalitäten solltet ihr unbedingt beim Naschmarkt vorbeischauen.

Der Naschmarkt

Ist definitiv zum bummeln und entdecken und eben naschen gedacht! Hier auf dem Markt ist es auch

Miri doesn’t share food – Essen im Corbaci

möglich zu frühstücken. Wer unter diversen Intoleranzien leidet, sich vegan ernährt oder gerne bio kauft, ist hier gut beraten. Hier bekommt ihr an den verschiedenen 123 Ständen mit Sicherheit jeden Yogi-Tee, türkischen Honig, Nüsse in allen Variationen und Farben, Mandala-Tücher, Handtaschen, Bananenwein… Geht einfach mal drüber und lasst euch inspirieren. An Feiertagen hat der Naschmarkt geschlossen. Weitere Informationen zum Markt findet ihr hier.

Ich will auch so tolle Kacheln

Mittag machen im Corbaci

Die beste Aussicht in einem Gebäude hat man auf jeden Fall im Corbaci. Das Gewölbe, unter dem man hier sitzt, ist einfach wunderschön.

Hier genieße ich vorzügliche hausgemachte Ingwerlimonade und Spinatknödel auf Kürbiscreme. Mit Parmesan.

 

Kaffeehäuser

Apfelstrudel im Cafe Tirolerhof

Sehr angetan haben es mir die Kaffeehäuser. Hier gibt es selbstverständlich besten Kaffee, der auch Melange oder Großer Brauner genannt wird. Ich bestelle mir schwarzen Kaffee, der hier oft Verlängerter oder Mokka heißt. Wo die kleinen feinen Unterschiede sind: ganz ehrlich, ich habe keine Ahnung. Die Qualität ist jedoch in der ganzen Stadt durchweg gut. Das kann ich guten Gewissens so sagen.

Hervorgetan hat sich für mich das Cafe Tirolerhof. Wien ist ein Raucher-Eldorado – es gibt immer einen Raucherbereich. Auch hier gibt es einen. Die Kellner laufen hier mit Fliege rum, so wie man sich das vorstellt 🙂 Hier bitte unbedingt den Apfelstrudel essen. Der leckerste, den ich je essen durfte. Seriously.

Für Melange, Mokka und Apfelstrudel zahlen wir hier knapp 13 Euro. Das Cafe Tirolerhof findet ihr in der Führichgasse 8.

Ausprobiert haben wir auch das Cafe Hawelka direkt in der Innenstadt. Auch das kann ich uneingeschränkt empfehlen. Der Kaffee ist (natürlich) sehr gut, der Apfelstrudel auch, kann jedoch nicht mit der Konkurrenz mithalten. Funny fact: Hier haben auch einige Berühmtheiten hier gastiert. Unter anderem Andy Warhol, Senta Berger, Udo Jürgens und Peter Ustinov.

Schnitzel essen – Figlmüller

Almdudler. Passt zu Schnitzel

Eine wahre Institution in Wien ist die Figlmüller Gesellschaft. Hier gibt es alles, was das Schnitzel-Herz begehrt und zwar in Unmengen. Ich bin ein kleiner Mensch und nach einem „normalgroßen“ Schnitzel satt. Auf meinem Teller waren einfach zwei Schnitzel. Das Schnitzel meiner besseren Hälfte überlappte sogar den Teller. Ein Monsterschnitzel 😉 Und dazu kamen auch noch die Beilagen, Vogerl- und Blattsalat. Bringt also bitte gaaaanz viel Hunger mit. Oder teilt euch einfach das Schnitzel mit eurer Freundin, eurem Kind… Für ein Schnitzel nach der Art des Hauses (nicht zu verwechseln mit dem Wiener Schnitzel) und einem Hähnchenschnitzel (übrigens das beste, was ich jemals essen durfte) und Getränken haben wir zu zweit 45 Euro bezahlt. Hier würde ich definitiv wieder hingehen. Lecker. Tipp: Habt keine Angst vor der Masse an Leuten, die vor der Tür Schlange steht. Man wird beeindruckend schnell untergebracht.

Gansl – Unibräu

Wer im November in Wien ist, sollte unbedingt das traditionelle Gansl probieren. November ist Gansl-Zeit habe ich hier gelernt 🙂 Am besten im Lokal eures Vertrauens vorher einen Tisch reservieren und ein Gansl bestellen! Ganz wichtig. Empfehlen kann ich das UniBräu. Hier könnt ihr auch leckeres Zwickel trinken und das zarteste Gansl essen. Unbedingt ausprobieren!

Dem Schnitzel so nah – Gasthaus Kopp

Don’t call it Schnitzel

Eine rustikales Wiener Gasthaus! Im Gasthaus Kopp genießen wir zwei Krüge Zwickel (lecker), Tafelspitz und Backhendlhaxl (Ja. Das heißt so). Beide Gerichte schmecken uns gut. Unschlagbare 26 Euro geht für die Mahlzeit drauf. Reisen hat mich gelehrt, nicht in jede Touristenfalle zu tappen, sondern sich dort umzusehen, wo die Eingeborenen essen. Die wissen, was gut ist 😉 Und siehe da, sie tummeln sich hier. Bezahlt wird hier ausschließlich in Bar, Gansl essen könnt ihr auch. Wenn ihr schon mal in der Nähe seid, könnt ihr direkt mal an die Donau schauen. Geht über die Brücke und dann an dem schönen Weg am Wasser entlang Richtung Innenstadt.

Nguyen’s Pho House

Wer kein Bock mehr hat auf Schnitzel und gerne Pho Bo isst, ist wahnsinnig gut bedient in Nguyen’s Pho House. Hier gibt es neben Phos auch noch andere Köstlichkeiten, die es sich wahrlich zu probieren lohnt. Dazu einen Weißwein. Und der Abend ist perfekt. Ich selbst habe Pho Bo gegessen, kann aber sagen dass ich hier guten Gewissens alle Gerichte uneingeschränkt empfehlen kann. Es ist alles frisch und wird geradezu vor deiner Nase zubereitet. Was im Umkehrschluss bedeutet, dass man nach einem Essen hier mit Essensduft vollgeräuchert ist. Nicht aber von Zigaretten. Hier unbedingt reservieren, denn der Laden ist klein und fein. Das Nguyen’s findet ihr in der Lerchenfelder Straße 46. Danach solltet ihr unbedingt einen leckeren Gin trinken, ganz in der Nähe im Torberg 🙂

Das Torberg – Den Tag ausklingen lassen mit Gin

Gin

Eine Zufallsentdeckung auf dem abendlichen Weg durch die Stadt ist das Torberg.

Die Gastgeberin ist auf Zack und fragt nach welchen Aromen man in einem Gin sucht. Ich entscheide mich für Zitrusaromen. Malfy heißt der Gin, den ich im Anschluss probieren darf. Dazu an der Seite ein Tonic von Thomas Henry. Die Bar ist voll und gemütlich und im vorderen Teil, in dem ich mich aufgehalten habe, wurde geraucht. Für zwei Gin und Tonic bezahlen wir hier genau 16 Euro. Und die sind wirklich ausgezeichnet investiert. Wer früher dran ist, kann im „Torberg der Laden“ Gin und andere Köstlichkeiten einkaufen gehen.

Das Torberg findet ihr in der Strozzigasse 47.

Weitere Informationen und Tipps

Tolle Frühstückstipps in Wien bekommt ihr hier bei den Frühstückerinnen

 

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